Wie ich Facebook, Twitter und WordPress bezwang (Teil 1)

Um das eigene Buch bekanntzumachen, kursieren in den Weiten des WWW beinahe unendlich viele Marketing-Tipps. Man kann nackt durch die Innenstadt laufen und seinen Buchtitel rausposaunen, einen Elefanten mit Werbung an einen Heißluftballon hängen oder drohen das Internet lahmzulegen, wenn nicht bis zum Tag X soundso viele eBooks gekauft werden. Auf derartige Methoden komme ich eventuell bei Gelegenheit zurück.

Erstmal zerreibe ich mir das Gehirn, kämpfe mit meiner Scheu auf dem Weg zur Sichtbarkeit für den Leser unter tausenden anderen Self Publishern. Immerhin gilt es die Regel zu brechen, dass niemand mein Buch will. Dabei möchte ich höchstens so viel Energie ins Marketing investieren, um weiterhin Zeit zum Schreiben zu finden. Okay, derzeit klappt das genau gar nicht, aber ich stehe ja auch erst am Anfang. Und der gleicht bekanntermaßen einem Minenfeld … oder so ähnlich …

Facebook

Ich gebe es zu, bisher wandere ich auf ausgetretenen Pfaden. Das muss nicht so bleiben. Für den Anfang stand allerdings Facebook an. Die meisten Self Publisher verstehen das Soziale Netzwerk als Werbeplattform. Mh, denn auch das dortige Autorenprofil will erstmal niemand. Sicher wird man dem Freundeskreis einen entsprechenden Link präsentieren, Facebook kann allenfalls unterstützend wirken, im Grunde ist es eine Möglichkeit, mit seiner hoffentlich wachsenden Leserschaft in Kontakt zu treten bzw. zu bleiben.
Die Anmeldung ging fix, persönlich finde ich jedoch die Einstellungen der Plattform wenig benutzerfreundlich. Vor allem für das private Profil gibt es zu Beginn keine Privatsphäre, diese muss man sich erst mühevoll schaffen. Ja, ich weiß, dass das die Philosophie des Unternehmens ist. Wenn ich daran denke, dass irgendwann meine Kinder damit in Kontakt kommen, wird mir übel. Aber dafür ist man schließlich Papa.
Abgesehen von den Einstellungshürden bin ich mir noch nicht sicher, was ich von Facebook halten soll. Ich empfinde die Informationsflut regelrecht erdrückend, wahrscheinlich gewöhnt man sich mit der Zeit daran. Vorerst überlege ich mir gut, in welche Gruppen in eintrete. Den Anfang machen logischerweise diverse Self Publisher Gruppen. Dort ist man dann allerdings auch sehr gut aufgehoben.

Twitter

Twitter finde ich supereinfach. Der Miniblog für zwischendurch. Anmelden. Posten.
Wie man 100+ Leuten folgen will, ist mir ein Rätsel, doch auch das wird die Zeit zeigen. Jedenfalls folgte ich am ersten Tag eine recht erfolgreichen deutschen Selfmade-Autorin (nach eigenen Angaben mit eBook-Verkäufen im hohen 5-stelligen Bereich), in der Hoffnung, noch was lernen zu können. Was soll ich sagen? Die ersten zehn Tweets mit nichtssagenden Kurzleseproben kamen und ich sagte mir: »Abwarten!« Danach erschienen weitere zehn Nachrichten ähnlichen Inhalts und mein »Genervt-Lämpchen« begann zu flackern. Nach weiteren zehn beendete ich die Sache. Das war Spam vom Feinsten, in weniger als 12 Stunden. Aber vermutlich gehört das dazu, wenn man Erfolg haben will …

Youtube

Ein Buchtrailer muss her! Irgendwie ist mein altes Videoprogramm von Magix verschwunden. Nach kurzer Suche ersparte ich mir weiterführende Fahndungsmaßnahmen und kaufte mir stattdessen die aktuellste Version. Die Bedienung hatte sich augenscheinlich nicht geändert, dazu gibt es kaum Neuerungen – so was nennen manche Mogelpackung.
Sei´s drum, ich fand schnell zurück in alte Leidenschaften, jedoch hatte ich die Rechnung ohne Google gemacht, denn inzwischen gehört Youtube zu diesem Internetgiganten. Damit war ich gewzungen, mich bei Google zu registrieren. Auch hier ging die (Neu)Anmeldung schnell, doch eine Änderung meiner Daten gestaltete sich unmöglich. Kleine Ursache, große Wirkung: Der Fehler saß an der Tastatur. Also Profil komplett gelöscht und das Ganze von vorn. Pustekuchen! Mein gewählte GoogleMail-Adresse wurde mir als vergeben angezeigt. Konnte eigentlich nicht sein, denn ich hatte ja um Löschung gebeten. Ein paar Tage abwarten, ein zähes Ringen per Mail später und … dasselbe Ergebnis. Im Nirvana der Google-Server treibt eine Nicholas-Vega-Registrier-Leiche. Ein anderes Videoportal? Mh, wollte ich nicht. Somit, selbst schuld …
Danach haderte ich mit den Lizenzrechten für Bilder bei Fotolia. Denn Bilder zu kaufen, bedeutet nicht, diese auch auf andere Plattformen wie Facebook oder Youtube nutzen zu dürfen.
Über die Nerven, die ich beim Export der Videodatei zu Youtube ließ, hülle ich an dieser Stelle den Mantel des Schweigens. Ich habe mich nie für einen IT-Lemming gehalten, aber allmählich kam ich mir wie einer vor. Folgen Sie den Anweisungen! Moment, das da vorn sieht nicht gut aus. Folgen Sie den Anweisungen!
Hilfe, ich werde alt!

Okay, an dieser Stelle Schnitt, denn ich möchte endlich mal wieder was Produktives machen und … äh … schreiben. Teil 2 kommt demnächst!

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5 Gedanken zu “Wie ich Facebook, Twitter und WordPress bezwang (Teil 1)

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