Self Publishing nach Plan

Projekt 531 – so der Deckname meines Erstveröffentlichungs-Plans. Zugegeben, das klingt wenig spektakulär, lässt sich aber leicht merken. 531 Exemplare von meinem Roman sollen die eReader erobern. 531 begeisterte Leser. So weit das Programm. Natürlich ist es Quatsch im Vorfeld über eine genaue Verkaufzahl des eigenen Buches zu spekulieren. Alle Theorie ist grau und ich tauge zum Hellseher in etwa wie ein Schneemann zum Türsteher. Trotzdem setze ich mir das als Ziel. Jeder Plan ist besser als keiner. Ja, ein Self Publisher sollte Ziele haben. Wie immer gilt: Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.

Wie kommt man denn bitteschön auf die Zahl 531? Ich bekenne mich schuldig, ein bisschen Kaffeesatzlesen ist darin enthalten. Ansonsten orientiere ich mich an Erfahrungswerten von Autorenkollegen, an dem, was ich aufgeschnappt habe. Unzählige Autoren verkaufen deutlich weniger Exemplare, ein paar wenige Autoren deutlich mehr. 531 ist mein persönlicher Anspruch, mein ureigenes Ziel, ein ziemliches Pfund – und ich habe davor Bammel. Klar, niemand will einen Flop landen.
Es herrscht Goldgräberstimmung im Lager der Self Publisher. Aus den eigenen Reihen hört man überall Lobeshymnen, die Verkäufe laufen quasi von allein. Dass dem nicht so ist, verschweigt man lieber. Resultate werden beschönigt, Verkaufszahlen kaschiert. Wer gibt gern zu, dass die Sache nicht so gelaufen ist, wie ursprünglich angenommen?
Werde ich Rede und Antwort stehen, wenn ich das Ziel verfehle? Öhm, ich denke … vermutlich.

In den erhofften 531 eBooks sind diverse Freiexemplare eingerechnet, die Downloads aus dem verminderten Einführungspreis und schließlich die eBooks aus den Verkäufen zum anvisierten (End-)Preis. Allein dadurch relativiert sich der Zielwert ein ganzes Stück. Und nein, die Einnahmen daraus werden nicht mal die Hälfte meiner Kosten decken. Warum ich das dann überhaupt mache? Vielleicht weil ich endlich sagen will: »Hier ist mein eigenes Buch!« Nicht wirklich. Okay, der Gedanke daran reizt unendlich, meine Arbeit soll nicht umsonst sein. Dennoch habe ich nichts zu verschenken. Ich glaube an den Erfolg der Selbstveröffentlichung, dafür steht Projekt 531. Die Investition in mein erstes Buch ist gleichzeitig eine Investition in die Zukunft. Ich möchte dauerhaft Romane veröffentlichen, dauerhaft Leser gewinnen. Projekt 531 ist ein Baustein zum langfristigen Erfolg. Auch auf dem Literaturmarkt zahlt sich der längere Atem aus. Leider wird die Ausnahme – der Über-Nacht-Erfolg – häufig als Regel dargestellt. Gleichwohl es ein Mythos ist.

Sollte absehbar sein, dass mein Roman ein KDP-Hüter wird, muss ich gegensteuern. Das ist der Preis der Unabhängigkeit, gleichzeitig die Chance. Dann liegt es an mir, dann habe ich die falschen Maßnahmen ergriffen, oder ein schlechtes Buch geschrieben, oder aber, niemand mag mich …

Last but not least ist das Genre meines Erstlings kaum kalkulierbar. Vielmehr stellt es ein Experiment dar, wie viele Leser man mit leicht überspitzter High Fantasy erreichen kann. Projekt 531 wird es zeigen. Ja, Chick-Lit, Thriller, Erotik, das sind die großen Drei. Hach, reden wir nicht drüber und beweinen allenfalls die Dinge, die wirklich tragisch sind. Projekt 531 wird sie es richten.
Clever, wie ich bin, gebe ich keinen Zeitraum an, in dem die Zahl erreicht werden soll. Eventuell sprechen wir uns in 10 Jahren wieder. Bis dahin … Nein, war nur Spaß. Es lebe das Projekt 531!

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4 Gedanken zu “Self Publishing nach Plan

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