Vegas Projekt Report August

Seit einem Monat schlägt sich Demor – Einfach bösartig auf dem Buchmarkt herum. Die Bilanz? Es könnte besser sein. Okay, Projekt 531 ist irgendwie hinfällig. Die Verkaufszahlen lagen bereits nach 3 Wochen höher. Aber! Der Preis befand sich (unterbrochen von 24 Stunden) durchgängig bei 99 Cent. Das war ursprünglich so nicht geplant. Von daher relativiert sich das Ganze ein Stück. Andererseits, was hatte ich erwartet? Demor ist und bleibt in einem Nischen-Genre unterwegs. Humoristische Fantasy ist out. Dafür war die Resonanz sehr gut, die Verkäufe beeindruckend. Für einen Debütroman allemal.

Mittlerweile befindet sich das Buch in den Charts im Sinkflug. Im Zwei-Stunden-Takt rutscht es Richtung Top1000. Mal sehen, wann die Käufe bei null ankommen. In weniger als 2 Wochen? Hier gegenzusteuern ist unmöglich. Aber ich habe Pläne, gebe mich nicht so schnell geschlagen …
Derzeit sammle ich Bewerbungen für eine Leserunde bei Lovelybooks. Die Anzahl der bisherigen Meldungen hat mich positiv überrascht.

Weiter zum Thema Self Publishing: Ein Lektorat ist kein Kaufargument – nicht für die Mehrheit der Käufer. Die letzten Monate habe ich mich durch sämtliche Bestseller von Indie-Autoren gelesen. Nicht selten musste ich über die Qualität die Nase rümpfen. Aber auch das ist Normalität auf dem Buchmarkt. Gekauft wird, was vorn ist.
Insgesamt ist das Self-Publisher-Leben keinesfalls so rosig wie oft gepredigt. Im Gegenteil, die Spreu ist riesig, der Weizen überschaubar. Zudem quetschen sich allmählich die Verlagsableger mit <4 Euro Titeln in die Charts. Die Luft wird also abermals dünner.

Was ich noch gelernt habe: Bei der Bewertung der Leistung zwischen Verlagsautor und Self Publisher wird mit zweierlei Maß gemessen. Aber das nur nebenbei …

Dann habe ich gestern festgestellt, dass mein eBook auf einschlägigen Piratenseiten angeboten wird. 99 Cent kann man eben noch toppen.

Wie geht es nun weiter bei mir?
Nach Prüfung möchte meine Agentur mein Jugendbuch-Manuskript – wie erwartet – nicht vertreten. Grund: Es ist Fantasy. Ich mag es eigentlich nicht mehr hören. Ändern kann ich daran freilich nichts. In der Verlagslandschaft herrscht Ebbe, was das phantastische Gene angeht. Aus der Not mache ich eine Tugend. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, das Manuskript ebenfalls in Eigenregie rauszubringen. Abermals werde ich auf eigene Rechnung die Kosten für Lektorat, Cover und Werbung bezahlen. Abermals bin ich guter Hoffnung. Diesmal muss ich jedoch die Kosten wieder einspielen. Sollte es erneut ein Verlustgeschäft werden, wird es kein drittes Buch als Self Publisher von mir geben. Das ist finanziell nicht zu stemmen. Kein Wunder, dass die Mehrzahl der Indie-Autoren auf Korrektorat und Lektorat verzichtet. Dann kann ich natürlich große Töne spucken und Self Publishing in den Himmel loben, da man schließlich ab dem ersten verkauften Exemplar Gewinn macht. Wie gesagt, ein Lektorat ist kein Kaufargument – nicht für die Mehrheit der Käufer. Ich persönlich würde nie ein unlektoriertes Buch abliefern wollen. Entweder richtig oder gar nicht. Vielleicht bin ich altmodisch.

Ach ja, schreiben tue ich auch wieder. Hatte ich letztes Mal was von Romantasy erzählt? Vergesst das ganz schnell. Ich schreibe, weil ich Spaß an diesem Hobby habe. Ergo schreibe ich, worauf ich Lust verspüre. Ans Veröffentlichen denke ich dabei nicht mehr. Wie gesagt, das nächste Buch ist in Arbeit. Was danach passiert, weiß ich nicht. Deshalb kam die 180 Grad Wende von mir und ich sitze wieder an meinem Jugendbuch-Projekt. Und die Story macht mir richtig Spaß. Eine Liebesgeschichte ist außerdem enthalten. Inzwischen bin ich schon bei Kapitel 3. 🙂 Ziel: Fertigstellung der Rohfassung bis Weihnachten. Das schaffe ich. Wetten?
Plot und Charaktere stehen.

So sieht das aus! Meine Planung, bevor mich ans Manuskript setze.
So sieht das aus! Meine Planung, bevor ich mich ans Manuskript setze.
Advertisements

3 Gedanken zu “Vegas Projekt Report August

  1. Hallo, ein super Bericht. Ich bin kein Self Publisher denn ich bin noch gar nicht so weit. Lektorat finde sehr wichtig, doch muss ich sagen um meinen ersten Roman zu lektorieren muss ich ihn erst selbst überarbeiten, sonst wird es zu teuer. Mir macht schreiben Spaß und ich würde gerne meinen Roman als Ebook rausbringen. Mal sehen wann. Ich habe mich auch davon verabschiedet je einen Verlag zu finden der meine Bücher nimmt. Viel Glück bei deinen Projekten und deinen Vorhaben. Liebe Grüße Bettina

  2. Hallo Bettina,
    man muss sich ja nicht gänzlich von dem Gedanken lösen, bei einem Publikumsverlag unterzukommen. Auch die Verlage suchen neue Manuskripte. Selbstverständlich ist es für einen Debütanten schwer. Fast unmöglich, wenn er nicht markttauglich schreibt. Wichtig ist, dass dir das Schreiben Freude bereitet. Falls du ein gutes Manuskript hast, scheu dich nicht davor, es einer Agentur anzubieten.
    Überarbeiten ist immer wichtig. Darin liegt die meiste Arbeit. Viel Spaß weiterhin mit deinen Geschichten! VG Nicholas

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s