Sendepause

Kritik ist gut, Kritik ist notwendig, um nicht nachlässig zu werden.
Ich war immer an konstruktiver Kritik interessiert und kann damit auch sehr gut umgehen. Dabei kann ich wohl unterscheiden, wann Kritik objektiv ist und wann jemand einfach dem Buch schaden will. Mittlerweile treiben die Rezensionen schon seltsame Stilblüten. Da beschwert man sich doch tatsächlich, dass – trotz eines ausgewiesenen Fantasy-Autors, einem Klappentext, der erkennen lässt, dass sich ein Mädchen aus der Realität und ein Junge aus einem Buch begegnen und schlussendlich eines Romans, der in der Kategorie Fantasy gelistet ist – aus heiterem Himmel eine Fantasy-Story auftaucht. Wie bitte?
Nun gut, Der Junge, der Glück brachte ist ein Bestseller. Aber natürlich mache ich mir Gedanken, woran es liegt, dass sich die negativen Stimmen häufen. Liegt es daran, dass ich keine Geschichten nach Schema F schreibe? Dass bei mir kein Dummchen ihrem arroganten Kerl hinterher rennt? Dass es in meinen Texten nicht vor Rechtschreibfehlern wimmelt?
Vielleicht ist das Buch aber auch zu erfolgreich …
Egal, seine Meinung kundzutun, ist das Recht des Lesers. Das finde ich gut so.

Andererseits macht es so keinen Spaß.
Ich schreibe gern, heute mehr als früher. Ich plotte ausgiebig, entwickle Figuren, überarbeite mehrfach, hole mir Meinungen von Testlesern ein. Bevor(!!!) ich es an das Lektorat gebe. Aktuell überlege ich mir, ob ich mir den Aufwand antun muss, wo sich vor allem 08/15-Storys verkaufen. Sehr gut verkaufen! Aber ich muss auch nicht um jeden Preis veröffentlichen. Ob meinen Kindern später Der Junge, der Glück brachte gefällt? Mal sehen.
Ich biete Qualität an, glaube auch, dass ich mich professionell präsentiere, aber letztlich betreibe ich das Schreiben als Hobby. Ich habe einen Brotjob. Vollzeit. Und der macht mir sogar Spaß. Nicht immer, aber doch im Allgemeinen. Mir und meiner Familie geht es gut – und das ist die Hauptsache. Ich werde weiter schreiben, warte jetzt aber ab, wie sich alles entwickelt. Die Weihnachtsferien werde ich weniger in die Tasten hauen, mich dafür mehr um die wichtigen Dinge im Leben kümmern: meine Familie. Von daher nicht wundern, hier passiert erst einmal nichts mehr.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine wunderbare, besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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