Einmal Bestseller und zurück (Teil 2)

Nachdem ich im 1. Teil des Artikels über die Ausgangslage gesprochen habe, berichte ich heute über die Veröffentlichung meines neuen Romans.

Abermals mit einem Einführungspreis von 99 Cent startete Glaslügen dann auch vielversprechend. Nach drei Tagen hatte ich bereits doppelt so viele Exemplare verkauft wie von Der Junge, der Glück brachte zur selben Zeit. Zu meiner Verwunderung reichte das aber nicht einmal für einen Platz unter den Top200. Erst im weiteren Verlauf der Woche rangierte der Titel um Platz 150.
Nach sieben Tagen, also exakt der Zeitraum, den ich mit dem Glücksjungen gebraucht hatte, um in den Top100 zu landen, hatte ich mit Glaslügen ~1/3 mehr Verkäufe, dennoch reichte es nicht zu einem zweistelligen Rang. Im Ergebnis waren die Verkäufe Top, die Platzierung dagegen eher nicht. Eine richtige Erklärung habe ich für diese Diskrepanz nicht parat.

Tage später verbesserte sich das Bild nur unwesentlich, immerhin rutschte der Titel bis auf Platz 112. Aber dort traf das E-Book auf eine imaginäre Grenze, die es nicht überwinden konnte. Entsprechend mobilisierte ich noch einmal alle „Reserven“ und bewarb den letzten Tag der 99 Cent-Aktion im besonderen Umfang. Und siehe da, am Folgetag stand Glaslügen auf Platz 83! Herzlichen Glückwunsch!
Zu diesem Zeitpunkt den Preis auf die regulären 2,99 Euro, wie angekündigt, hochzusetzen, erschien mir ungünstig. Mir war bewusst, dass ich mich in diesem Fall an der Position nicht halten würde. Dafür käme der Preisanstieg zu früh. Andererseits hatte ich den letzten Tag der 99 Cent-Aktion verkündet, entsprechend galt es für mich, dies auch einzuhalten. Zwar kenne ich andere Autoren, die gern mit »Letzter Tag!« werben, um dann schwupps noch ein paar mehr anzuhängen, aber Glaubwürdigkeit verspielt sich jeder so gut er kann. Für mich hieß es: versprochen ist versprochen.

Allerdings erstaunte mich der rasante Abfall des E-Books mit dem regulären 2,99 Euro dann doch. Platz 120 am Folgetag, einen Tag später dann schon Platz 250. Damit stand fest, der Erfolg von Der Junge, der Glück brachte hatte (gefühlt) so gut wie keinen Einfluss auf Glaslügen. Es war, als hätte ich einen 180° Genrewechsel vollzogen. Aber selbst im Vergleich mit ähnlichen Titeln war der Platzierungsverlauf (vor alle mit dem deutlichen Abrutschen) doch äußerst kurios, zumal das Leserfeedback durchaus positiv ausfiel und die Verkaufszahlen vom Start weg ordentlich waren.
Nur um das klarzustellen: Glaslügen ist weit davon entfernt, als Flop durchzugehen, aber richtig gut ist die Performance des Titels keinesfalls. Ich hatte mir ganz klar mehr versprochen. Dabei gebe ich zu, dass ich ein wenig erfolgsverwöhnt war, aber da ich die Charts täglich beobachte, kenne ich auch genügend Autoren, die es cleverer angestellt haben als ich. Zwar gehe ich erst im 3. Teil dieses Blog-Beitrags auf Ursachenforschung, doch eines kann ich jetzt bereits sagen: Nach vielen richtigen Entscheidungen kam das Manuskript zu Glaslügen zur falschen Zeit.
Interessant wird bei diesem Titel aber die Langzeitbetrachtung sein, denn immerhin fehlen noch zwei Teile der Trilogie. Erst danach ergibt sich ein vollständiges Bild.
Von daher gibt es für mich keinen Grund für Unzufriedenheit. Es ist halt alles ein klein wenig anders als beim letzten Mal.

Der 3. Teil dieses Beitrags erscheint am 03.05.14.

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