2015 – Zurück in die Zukunft

Neues Jahr. Neues Glück?
Jedenfalls hatte ich mir vorgenommen, 2015 weniger zu schreiben. Okay, klingt komisch, klappt auch nicht wirklich. Tatsächlich schreibe ich gerade wie ein Weltmeister. Zumindest für meine Verhältnisse. Die gute Nachricht ist, dass es bald neuen Lesestoff gibt (zugegeben: bald ist ein dehnbarer Begriff).
Das ist keinesfalls selbstverständlich, denn ursprünglich wollte ich eine (längere) Pause einlegen, um mich als Autor neu zu orientieren. Ich wollte zurück in die Vergangenheit, um in die Zukunft zu kommen. Mache ich auch. Also das mit dem Neuorientieren.

Ursprünglich wollte ich kein Buch mehr im Selbstverlag rausbringen. Deshalb hatte ich mich mit einem Exposé und einer Leseprobe bei einem Verlag beworben. Überraschenderweise kam auch kurze Zeit später die Zusage. Die Zeichen standen also auf Verlagsveröffentlichung.
Standen.
Eigentlich war mit dem Verlag schon alles klar. Die Sache klang gut und alles sah nach einer längerfristigen Zusammenarbeit aus. Bis zu dem Zeitpunkt, wo ich ein weiteres Manuskript als Nachfolgeroman eingereicht habe. Auch daran bestand Interesse, doch es reichte nicht für einen Folgevertrag, da man erst die Verkaufszahlen für den ersten Roman abwarten wollte. Trotz nettem Kontakt und definitiver Zusage, kam es schlussendlich nicht zu einer Einigung. Ich wollte Planungssicherheit für beide Romane, die wollte mir der Verlag nicht bieten.

Washatergeplant?
Washatergeplant?

Daraus folgt, dass ich meine beiden kommenden Romane doch wieder selbst veröffentliche. Für euch als Leser soll das kein Nachteil sein. Das erste Manuskript ist bereits bei meiner Lektorin, am zweiten schreibe ich noch (Rohfassung ca. 60%). Die Cover für beide Bücher sind in Auftrag gegeben.
Soweit so gut. Etwas ist dann doch anders als bisher. Bei beiden Manuskripten handelt es sich um Krimis bzw. Thriller. Damit betrete ich wirklich Neuland, was man durchaus als Neuorientierung bezeichnen kann. Somit schließt sich der Kreis zum Anfang dieses Blogeintrags. Es wurde einfach mal Zeit für einen Reset. Mein letzter Roman „Das Mädchen, das Hoffnung brachte“ hat mich unglaublich viel Kraft gekostet. Solche Geschichten haut man nicht im Akkord raus.

Einen Termin für die kommende Veröffentlichung kann ich noch nicht nennen, da mich meine Lektorin irgendwo in ihren vollen Plan dazwischenschieben muss, nachdem ursprünglich alles nach Verlagsveröffentlichung aussah. Sobald ich eine verbindliche Aussage von ihr erhalte, gebe ich ein Datum bekannt.

Ungeklärt ist auch die Frage, ob ich mir für das neue Genre ein alternatives Pseudonym zulegen sollte. Dazu hatte ich auf meiner Facebook-Seite eine kleine Umfrage gestartet. Ich freue mich natürlich riesig, dass vielen Lesern der Name Nicholas Vega wichtig ist. Noch ist nichts entschieden, aber meine bisherigen Romane (Jugendbuch/Fantasy) weichen thematisch schon sehr stark von dem neuen Genre ab. Die kommenden Bücher sollen eindeutig Erwachsene ansprechen.

Zum Schluss kann ich noch verkünden, dass ich momentan dabei bin, ein Exposé und eine Leseprobe zwecks Agenturbewerbung zu  erstellen. Nach einem Solo-Jahr will ich es noch einmal bei einer Agentur versuchen. Die Geschichte geht wohl in Richtung Gegenwartsroman. Okay, ein winziges Fantasyelement wird enthalten sein. Oder auch zwei … Je nachdem, was aus der Idee wird, könnte es ein Wiedersehen mit einer meiner bekannten Figuren geben. 😉

Mehr als zwei Romane pro Jahr schaffe ich dann allerdings doch nicht. Alles braucht eben seine Zeit. Ich hoffe, ihr freut euch trotzdem auf das, was kommt.

Weihnachtspäckchen

Es nützt nichts, nur darüber zu reden oder zu schreiben, nein, wenn es um das Thema Kinderhospiz geht, kann man auch aktive Unterstützung leisten. Im Nachwort von „Das Mädchen, das Hoffnung brachte“ habe ich versprochen, einen Teil der Tantiemen aus den Buchverkäufen an den Kinderhospiz Bärenherz Leipzig e.V. zu spenden. Das Versprechen habe ich nun eingelöst. Letzte Woche habe ich meine Online-Spende getätigt.

Da das Buch deutlich weniger Verkäufe verzeichnen konnte, als erwartet, habe ich kurzfristig beschlossen, meine kompletten Tantiemen vom November zu spenden. Somit ist am Ende ein schöner Betrag zusammengekommen. Ich wünsche mir, dass das Geld dem Kinderhospiz eine kleine Hilfe ist.

Daneben habe ich ein Weihnachtspäckchen für das Bärenherz zusammengestellt, welches morgen auf Reisen geht.

Eine kleine Freude für das Bärenherz
Eine kleine Freude für das Bärenherz

Ich wünsche dem Bärenherz, seinen Mitarbeitern und den ehrenamtlichen Helfern ein besinnliches und stärkendes Weihnachtsfest!

Gleichzeitig verabschiede ich mich und danke meinen Lesern für viele schöne Worte und begeisterte Nachrichten! Ich wünsche euch und euren Familien alles Gute für die Zukunft und immer das nötige Glück sowie den Funken Hoffnung!

Alle Infos zum neuen Buch!

Die Adventszeit beginnt dieses Jahr bereits am 3. November! Zumindest für alle, die sich für All Age Fantasy begeistern und/oder sehnsüchtig auf mein neues Buch warten. Das Mädchen, das Hoffnung brachte entführt den Leser wie schon Der Junge, der Glück brachte in ein märchenhaftes Land und verbindet dabei in geschickte Weise Realität und Fiktion.

Coverdesign by Andrea Gunschera
Coverdesign by Andrea Gunschera

Zur Einstimmung auf die Geschichte gibt es hier den Buchtrailer:

Natürlich darf der Klappentext nicht fehlen …

Die vierzehnjährige Anna ist ein Heimkind. Doch eines Tages begibt sie sich auf die Suche nach ihrer Mutter. In einer U-Bahn-Station begegnet sie zwei merkwürdigen Menschen: Einem Rollstuhlfahrer, der sich für einen Glückspilz hält, und einem Mädchen, das Insekten isst.
Das Schicksal führt die drei in das von der Schließung bedrohte Kinderhospiz Niemalsfern. Um das Hospiz zu retten und ihre Mutter zu finden, betritt Anna die verborgene Welt im Keller von Niemalsfern – einen zauberhaften Ort voller Wunder und Harmonie, aber auch voll dunkler Gefahr.

Die phantastische Reise eines einsamen Mädchens auf der Suche nach der Hoffnung.

Freudiges Wiedersehen? Aye!
Freudiges Wiedersehen? Aye!

Bisher habe ich mir auf meinem Blog immer ein Ziel gesetzt, was ich mit dem jeweiligen Buch erreichen möchte. Das erspare ich mir diesmal. Der Erfolg von Der Junge, der Glück brachte kam zu überraschend und in einer nie geglaubten Intensität. Das war unglaublich und man kann das nicht wiederholen. Mir ist es wichtig, dass euch Das Mädchen, das Hoffnung brachte ein paar wunderbare und ergreifende Stunden beschert. Die Vorweihnachtszeit schafft auf jeden Fall die richtige Atmosphäre. Auf euer Feedback bin ich schon jetzt gespannt! Ich bin mir sicher, wem Der Junge, der Glück brachte gefallen hat, wird auch an dieser Geschichte seine Freude finden.
Sehr lange habe ich mit dem Gedanken gespielt, den Einführungspreis auf 2,99€ (regulärer Preis 3,99€) zu setzen. Inzwischen habe ich mich dazu entschieden, das E-Book zum Start für kurze Zeit für unschlagbare 99 Cent anzubieten.

3. November! Das Datum sollte man sich merken!
3. November! Das Datum sollte man sich merken!

Zum Schluss gibt es noch einen Textschnipsel aus dem neuen Roman. Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

»Hier!« Sie hielt die Handfläche auf und entblößte ein sich windendes Knäuel aus schwarzen Käfern, Vielfüßlern und Würmern.
Ich unterdrückte einen Brechreiz, indem ich mir die Hand auf den Mund schlug.
»Die habe ich während der Fahrt gesammelt«, redete Pechmarie weiter. »Im U-Bahn-System fehlt die Sonne, deshalb sind ihre Hüllen erdfarben. Dabei mag ich sonnengelbe und türkisfarbene Falter so gern.« Unvermittelt stopfte sie sich das Getier in den Rachen. Es knirschte und sie schmatzte, leckte sich danach mit der Zunge die Mundwinkel.
Ich kniff die Augen zusammen und wünschte mir, dass dies eben nicht geschehen sein mochte. Als Heimkind war ich nicht zimperlich, aber das drückte schwer auf meinen Magen.
»Das ist nicht sehr appetitlich«, resümierte Luke.
Nicht sehr appetitlich? Das ist ekelhaft! Ich sah beide fragend an.
»Warum tust du das?«, fragte er scheinbar wissbegierig.
Das Mädchen begann wieder zu hüpfen und stellte sich an eine Wand, als wollte es an ihr wie eine Spinne hinaufklettern. An seinem Rucksack baumelte ein kleines Kreuz. Meine Meinung von Pechmarie sank. Gleich wird sie uns weismachen, sie käme aus einem Nonneninternat und die Verrenkungen gehören zu irgendwelchen geistlichen Übungen.
»Weil ich es kann«, gab sie die Antwort. »Ich kann alles. Ich liebe es, wenn die Insekten in meinem Bauch herumkrabbeln. Das kitzelt so schön. Wusstet ihr, dass ich die Luft unter Wasser zehn Minuten anhalten kann? Außerdem schaffe ich es, einen Elefanten anzuheben.«
»Tatsächlich? Und kannst du auch fliegen?«
Das Mädchen unterließ die Turnübungen an der Wand und stellte sich kerzengerade vor Luke hin, um mit den Armen wie ein Hühnchen zu wackeln. »Vielleicht kann ich es, wer weiß?«
»Ich verstehe«, sagte Luke.
Daraufhin glotzte das Mädchen überrascht. »Echt? Da wärst du der Erste.«
Mich drängte es mit Herz und Füßen, die Station zu verlassen. Das Mädchen war gruselig, ein richtiges Horror-Girl! Pechmarie hatte nicht mehr alle Kerzen am Leuchter. Am Ende fraß sie mich noch auf.
Wehmütig schaute ich die Treppenstufen hoch. Wann würde sich meine Mutter endlich zeigen? Würde sie überhaupt erscheinen oder war alles ein schlechter Scherz?
»Und hast du einen Namen?«, fragte Luke das Mädchen.

Komm nach Niemalsfern!
Komm nach Niemalsfern!

Kindle Unlimited kostenlos testen

Von meiner Autorenkollegin Nica Stevens habe ich erfahren, dass das Buchcover von Der Junge, der Glück brachte im offiziellen Werbespot von Kindle Unlimited auftaucht. Darüber war ich höchst erstaunt und gleichermaßen erfreut.

Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse ist es also da! Kindle Unlimited! Damit können Bücherjunkies ab sofort für 9,99€ im Monat endlos Bücher ausleihen. Und ja, alle meine E-Books sind im Fundus von Amazon vertreten.
Da man Kindle Unlimited aktuell einen Monat gratis testen kann, sind alle meine Bücher für die nächsten 30 Tage kostenlos verfügbar. Die Mitgliedschaft ist jederzeit kündbar.

E-Book auswählen und den Button »Gratis lesen« anklicken!
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Die Auswahl an E-Books besteht aus mehr als 720.000 Titeln, wobei die deutschsprachigen noch recht »überschaubar« sind, da sich bisher nur wenige Verlage am Kindle Unlimited Programm beteiligen. Dafür findet man zahlreiche Bücher von Indie-Autoren exklusiv bei Amazon. Ein Blick auf das Angebot lohnt sich auf jeden Fall!

Ob die Leser Kindle Unlimited annehmen, wird sich zeigen. Der Gratis-Monat ist zumindest eine gute Gelegenheit, die Sache zu testen.

Das Angebot muss noch wachsen, aber gerade Leser von englischen E-Books finden jetzt schon reichlich Lesestoff.
Das Angebot muss noch wachsen, aber gerade Leser von englischen E-Books finden jetzt schon reichlich Lesestoff.

Danke!

Eigentlich ist damit alles gesagt.

Zu meiner Autorenseite bei Amazon *klick*
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An dieser Stelle möchte ich mich einfach bei allen meinen Lesern ganz herzlich bedanken! Vielen Dank dafür, dass ihr meine Geschichten gekauft und gelesen habt, euer Zuspruch und das liebe Feedback haben mir immer stets wohlgetan. Das meine ich wirklich aufrichtig! Ich bin unendlich dankbar, zehntausende Leser mit meinen Büchern erreicht zu haben. Ich wünsche und hoffe, dass sich noch viele Menschen für meine Art von Erzählungen begeistern können.

Freut euch auf ein Wiedersehen!
Freut euch auf ein Wiedersehen!

Gegenwärtig lege ich eine »Kunstpause« ein. Falls daraus eine längerfristige Unterbrechung wird, dann sorgt euch nicht um mich – ich schreibe weiter. Wahrscheinlich anders, vielleicht wie früher, vielleicht wieder ohne Ambitionen, vielleicht Geschichten, die ich nur meinen Kindern vorlese …
Ich bin ein glücklicher Mensch! Obendrein habe ich einen sehr erfolgreichen All-Age Roman geschrieben, der die Herzen von denen berührt hat, die durch die Augen eines Kindes und einer Jugendlichen gesehen und sich dabei auf eine besondere Reise eingelassen haben.

Auf diesem Blog passiert vorerst nichts mehr, bei Facebook wird es stiller. Ganz verschwinden werde ich nicht, über die wichtigsten Neuigkeiten informiere ich euch selbstverständlich, aber geplanten Aktionen für das 2. Halbjahr 2014 werde ich zurückfahren. Die Veröffentlichungen meiner Kurzgeschichte in Nimmermärchen 2 und meines neuen All-Age Romans sind davon allerdings nicht betroffen. Vielleicht freut sich der eine oder andere ja auf neuen Lesestoff von Nicholas Vega.

Was bleibt noch zu sagen? Eine Menge, doch ich beschränke mich darauf, dass ich mich auf die Zeit freue, in der ich mal wieder viele gute Bücher von guten Autoren lesen und selbst Ruhe finden kann. Ich genieße einfach das, was ich erreicht habe und wünsche mir für euch, dass ihr jeden Tag ein Stück von eurem persönlichen Glück findet!

Falls Interesse besteht, könnt ihr mit nachfolgendem Teaser einen Blick auf den Leseherbst werfen …